09.10.2021

"Like Lovers Do (Memoiren der Medusa)"

Das neue Stück von Sivan Ben Yishai ist radikal feministisch und handelt von Sex und Gewalt, allerdings nur im Text.Auf der Bühne bewegen sich die fünf Freundinnen in Gestalt von drei Schauspielerinnen und zwei Schauspielern, alle in knalligen Kostümen, die sie zu genderfluiden Wesen machen, zu Synthesizer Musik, wie aufgezogene Figuren.

Es handelt sich nicht um ein Theaterstück, sondern um eine Textfläche, die entweder chorisch von allen fünf Schauspielerinnen und Schauspielern - technisch hervorragend - gesprochen wird, oder auch einzeln gesungen , wobei man die einzelnen Worte nicht immer versteht.

Trotz der negativen Erfahrungen die die Darstellerinnen und Darsteller laut Text gemacht haben, strahlt die Inszenierung Unbekümmertheit aus.

Fotos: Kraft Angerer


07.10.2021

"Heart Chamber Fragments"

Das Ensemble unter der Regie von Tiang Gebin hat sich auf eine performative Recherche im Gangsystem unter die Haut, unter der Erde und in der Sprache begeben, und begleiten drei sehr unterschiedliche Texte auf dieser Expedition:

Franz Kafkas "der Bau", Jean Luc Nancys "der Eindringling" und ein 100 Jahre alter Text "der Pfirsichblütenquell" .

Es geht um Herztransplantation und Spenderherzen in der Kooperation des Kammerspielensembles mit dem chinesischen  Kollektiv "Paper Tiger".

Die Mitglieder der chinesischen Gruppe unterstreichen den ernsthaften Text über Herztransplantation, der von Stefan Merki vorgetragen wird, mit teilweisen wilder und kraftvoller Tanzperformance. Dadurch entstehen sehr eindrucksvolle Bilder. Die beiden anderen Texte wurden von den Ensemblemitgliedern der Kammerspiele Komi Togbonou und Svetlana Belesova szenisch vorgetragen.

Ein ungewöhnlicher Abend im Grenzgebiet von Theater, Performance und Tanz.

 

Fotos: Judith Buss


24.09.2021

"Los Años / die Jahre"Von Mariano Pensotti / mit den argentinischen Schauspielern der Grupo Marea

"Los Años" ist eine Koproduktion unter anderem zwischen den Münchner Kammerspielen und der Ruhrtrienale.

Das Stück spielt teilweise mit sehr realistischen Bildern in zwei verschiedenen Lebensabschnitten einer Gruppe von Leuten, 2020 versus 2050, und zeigt unsere Gegenwart als unsere zukünftige Vergangenheit, die Sprache ist Spanisch, Deutsch und Englisch mit den entsprechenden Übertiteln.

Fotos: Isabel Machado Rios


Durch die neuen Corona Maßnahmen ist es möglich, das Theater ohne Abstandsregeln voll zu besetzen, wenn auch momentan noch mit Maskenpflicht. Passend dazu finden in den Kammerspielen viele Premieren statt. Die Zuschauer sind begeistert und strömen in`s Theater. Nach dem langen Lockdown sind die Besucher froh wieder mit dem Theater in Kontakt treten können und nehmen das Angebot begeistert an.

Nach den "Effingers" (wir berichteten darüber) folgte am


18.September 2021

"Effingers"

Regie: Jan Bosse, Dramaturgie: Viola Hasselberg

Am Samstag, den 18.September, begann die neue Spielzeit, erstmals seit dem Lockdown vor vollem Haus.

Gleichzeitig hatten die Zuschauer die Gelegenheit einen großen Teil des neuen Ensembles kennenzulernen

und sich über die Rückkehr der Ehemaligen (Katharina Marie Schubert, André Jung und Edmund Telgenkämper)

zu freuen.

Der Regiesseur Jan Bosse, der vor 22 Jahren seine erste Arbeit in den Kammerpielen vorstellte, inszenierte

"Effingers" nach dem Roman von Gabriele Tergit. Entstanden ist ein opulentes Bühnenwerk, das das Leben

von drei großbürgerlichen, jüdischen Familien über drei Generationen zwischen 1878 und 1921 abbildet.

Die Zuschauer waren begeistert von der Leichtigkeit und dem Humor den die erste Hälfte ausstrahlt. Nach

der Pause überwogen die ernsten Töne, die Weltkrieg, Konkurs, Inflation und Pandemie beschrieben, was

vom Regiesseur und dem großartigen Ensemble briliant dargestellt wurde.

Ein großer Abend auch durch die wunderbaren Kostüme und das raffinierte, variable Bühnenbild.

Das Publikum zollte den Künstlern frenetischen Applaus.

Die Freunde der Kammerspiele überreichten Rosen an die Darstellerinnen und Darsteller.

 

unbedingt anschauen!!!

 

 

             Foto: SZ/Stephan Rumpf


20.März 2021

"Wir Schwarzen müsssen zusammenhalten" (Franz Josef Strauß)

Regie— Jan-Christoph GockelMit— Ramsès Alfa, Dr. Kokou Azamede, Jeannine Dissirama Bessoga, Danaye Kalanféi, Nancy Mensah-Offei, Michael Pietsch, Komi Togbonou, Martin Weigel

 

Ein schiefes Bild, das einen Zusammenhalt zwischen dem schwarz-konservativ regierten Bayern und der früheren deutschen Kolonie Togo entwirft und dabei Machtverhältnisse, wirtschaftliche Interessen und die politische Situation in einer Jahrzehnte dauernden Herrschaft überdeckt.


Im Austausch zwischen togoischen Künstler*innen und einem Team der Münchner Kammerspiele entwickelt, erzählt das doku-fiktionale Mash-up aus Schauspiel, Puppenspiel, Comic und Film die Zeitreise einer futuristischen Geisterjägerin. Sie entlarvt koloniale Phantome und verfolgt sie bis in die heutigen Köpfe.

Fotos mit screenshot aufgenommen


7.Februar 2021

Flüstern in stehenden Zügen (von Clemens Setz)

Regie: Visar Morina, Dramaturgie: Harald Wolff
Live-Kamera: Patrick Orth,

Bühne & Kostüme: Aleksandra Pavlović

 

 

Mit: Bekim Latifi, Leoni Schulz

C ist allein. Einziger Kontakt zur Außenwelt: das Telefon. Aber wen anrufen, wenn man niemanden hat. Was könnte es da Aufbauenderes geben als ein Telefonat mit einer Kundenhotline? Oder endlich den Spieß umdrehen und die Absender all der nervigen Spam-Mails zur Rede stellen! Clemens Setz, ein Meister des Skurrilen, des rätselhaften magischen Realismus, erforscht nun eine kuriose Seite der Globalisierung. Der Filmregisseur Visar Morina stellt sich erstmals im Theater vor und zeichnet ein ebenso tief trauriges wie humorvolles Porträt eines Menschen in der Isolation.

 

Diese Uraufführung hat der Filmregisseur Visar Morina, 1979 in Pristina geboren inszeniert, der zuletzt

für sein Drama "Exil" mit Mišel Matičević und Sandra Hüller gefeiert wurde.

Der Kameramann Patrick Orth (Toni Erdmann) schafft künstlerische Bildperspektiven - teils Hochformat, die auch den ganzen, mit gelben Stoff ausgekleideten Raum zeigen in dem das Stück spielt. Aus "Flüstern in stehenden Zügen" ist nun coronabedingt ein live gespielter Film ge-

worden, was aber sehr gut zu dem Stück passt.

Fotos mit Screenshot aufgenommen


 

23.Januar.2020

 

"Jeeps" Komödie in 3 Akten ( Leseprobe mit Werkstattcharakter)

Text & Regie: Nora Abdel-Maksoud, Dramaturgie: Olivia Ebert

mit: Eva Bay, Gro Swantje Kohlhoff, Stefan Merki und Vincent Redetzki

 

Der neue Text von Nora Abdel-Maksoud katapultiert vier Figuren in das Szenario einer Erbrechtsreform –  und damit mitten in einen leidenschaftlichen Schlagabtausch zwischen verschiedenen Ansichten.

Die zuständige Dramaturgin Olivia Ebert, sagte einige Sätze über den Inhalt des Stückes und dann begann die Tischprobe

(Leseprobe mit Werkstattcharakter). Die Schauspieler saßen am Tisch und sprachen ihren Text, wobei sie schon voll in

ihrer Rolle aufgingen. Es war ein äußerst vergnüglicher, lebendiger Abend, so dass wir Zuschauer uns auf die Inszenierung

freuen können. Die Premiere ist Coronabedingt verschoben worden. Nach der Probe wurde ein Zoomgespräch angeboten,

bei dem die Teilnehmer in einer Diskussion über den Abend sprachen.

 

 

Fotos mit Screenshot aufgenommen


20.Januar 2021

am 20.Januar wurde die Premiere der Inszenierung

"Gespenster - Erika, Klaus und der Zauberer"

als livestream übertragen.  (Text: Lothar Kittstein, Regie: Bernhard Mikeska aus dem Künstlerkollektiv "Raum und Zeit"

mit: Bernardo Arias Porras, Katharina Bach, Svetlana Belesova und Jochen Noch.

Gespenster berichtet aus dem Leben Erikas, der Tochter von Thomas Mann, die als seine Privatsekretärin im Schatten

ihres Über-Vaters und des todessehnsüchtigen Bruders Klaus im Elternhaus am Zürichsee lebt.

Eine Reflexion über Begehrlichkeiten, Mechanismen der Schuld und Sehnsucht nach Befreiung.

Eine überaus sehenswerte Arbeit, die unauffällig allen Corona Vorgaben gerecht wird und dabei eindrucksvolle Schauspieler und Bilder zeigt, die den Abend - auch wegen der hervorragenden Kameraführung (5 Kameras) und Schnitt

spannend und besonders macht. Anschauen !! (im Februar 2x im Programm)

Fotos per Screenshot  aufgenommen. Die letzten drei Fotos von Heinz Holzmann.


Verein zur Förderung der Münchner Kammerspiele e.V.

Vereinsregister: VR9238, Amtsgericht München

Gemeinnützigkeitsanerkennung vom Finanzamt für Körperschaften, München

Steuernummer.  143/223/80128

Aktueller Freistellungsbescheid : vom 03.04.2020

Vorsitzender des Vorstands: Stellvertreterin: Sabeth Wallenborn-Honigmann

 

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